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Schulgeschichte

Neugliederung der Volksschulen 1971

Zum 1. September 1971 erfolgte die Neugliederung der Volksschulen Aldersbach und Aidenbach. Aldersbach erhielt eine Grundschule mit der Bezeichnung "Volksschule Aldersbach (Grundschule)". Aidenbach wurde Hauptschule. Der Sprengel der Schule umfasst das Gebiet:
des Marktes Aidenbach,
der Gemeinde Pörndorf,
der Gemeinde Haidenburg,
der Gemeinde Aldersbach mit Ausnahme der Gemeindeteile Adenberg und Karglöd,
der Gemeinde Walchsing mit Ausnahme des Gemeindeteiles Seier
und den Gemeindeteil Mairing aus der Gemeinde Forsthart. Bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaues der Schule in Aidenbach (Mitte November 1971) wurden die Aidenbacher Jahrgänge der Grundschule (Klasse 1 - 4) noch in Aidenbach unterrichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt verblieben auch die Aldersbacher Hauptschulklassen an unserer Schule.5-Tage-WocheIm Schuljahr 1969/70 wurde auch samstags unterrichtet. Eine Erleichterung für die Familien bedeutete es, als Kultusminister Huber eine Anordnung erließ, dass ein Samstag im Monat unterrichtsfrei zu sein hat ("Huber-Samstag"). Sein Nachfolger im Amt, Kultusminister Hans Maier,  fügte dann noch den sogenannten "Maier - Samstag" hinzu. Der Unterricht musste aber während der Woche nachgeholt werden Kurzreisen an Wochenenden konnten zu der Zeit nur mit einem Kalender geplant werden, in dem die unterrichtsfreien Tage eingetragen waren.  Im Schuljahr 1973/74 wurde an der Grundschule die Fünf-Tage-Woche eingeführt. Der Einführung stimmten 92 % der Erziehungsberechtigten und alle Lehrkräfte zu. Bei der Antragstellung wurde betont, dass an den Nachmittagen kein Unterricht in den Kernfächern erteilt wird und die Schüler während der Mittagspause beaufsichtigt werden. Es sollte auch im Schulhaus eine Mittagsverpflegung (Suppe mit Würstchen, heiße Würstchen, belegte Brötchen) angeboten werden. Von dem Angebot eines warmen Mittagessens an der Schule wurde aber kein Gebrauch gemacht.Mittlerweile wird schon seit vielen Jahren kein Nachmittagsunterricht mehr an der Grundschule erteilt. Da für die Grundsschulklassen eigene Rückfahrten durchgeführt werden mussten, verlegte man aus Kostengründen alle Unterrichtsstunden auf den Vormittag.Die Schule erhält einen NamenSchon im Jahr der Einweihung stellte die Gemeinde Aldersbach bei der Regierung den Antrag, der neuen Schule den Namen "Wolfgang-Marius-Schule" zu geben. Die Namensgebung sollte mit der Schulhauseinweihung am 19.12.1969 erfolgen. Am 24. Februar 1970 erteilte die Regierung von Niederbayern die Genehmigung. Der Name lautete nunmehr "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach". Diese amtliche Bezeichnung hielt aber nicht lange. Im Volksmund wurde sie wegen der Lage häufig "Waldschule" bezeichnet. Sie gab somit auch der anliegenden Siedlung ihren Namen. Bei der Neugliederung der Volksschulen 1971 wurde verfügt: Es werden aufgelöst ... 2. die Volksschule Aldersbach (Grund- und Hauptschule) ...Der Name des bedeutendsten Abtes war amtlich vergessen, da bestimmt wurde: Es werden errichtet 1. eine Volksschule Aldersbach (Grundschule). Sitz der Schule ist die Gemeinde Aldersbach. Die Schule erhält die Bezeichnung "Volksschule Aldersbach (Grundschule)". (Schreiben der Regierung vom 15.6.1971 und des Schulamtes vom 6.10.1971).Auf Initiative des damaligen Schulleiters R. Otto Punk stellte am 19. Oktober 1979 die Gemeinde Aldersbach bei der Regierung wieder den Antrag, der Schule den Namen "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach (Grundschule)" zu verleihen. Begründet wurde der Antrag wie 1969. Angeführt wurde auch, dass die Schule schon einmal den Namen führte. Mit einer Rechtsverordnung vom 21.12.1979 erhielt die Schule den Namen: "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach (Grundschule)". Diese Rechtsverordnung trat zum 1.1.1980 in Kraft. Damit konnte auch der Name der Schule beim Eingang angebracht werden.SchulleiterOL Wältl Ludwig bis 31.10.1969
R Klebl Matthias ab 01.11.1969 bis Schj. 72/73
    Stellvertr. KR Wältl Ludwig
R Wältl Ludwig ab Schj. 73/74 bis 30.04.78
    Stellvertr. KR Punk Otto
R Punk Otto ab 01.05. 78 bis 01.07.88
    Stellvertr. KR Greineder Rudolf
R Greineder Rudolf ab 01.07.88
Stellvertr. KR Landstorfer Richard ab 01.02.1989
R  Grillhösl Josef ab Schuljahr 2006/07, 
Stellvertreter KR  Landstorfer Richard ab 01.02.1989
                                                                                                                                                                
              

Wolfgang-Marius

Schon im Jahr der Einweihung stellte die Gemeinde Aldersbach bei der Regierung den Antrag, der neuen Schule den Namen "Wolfgang-Marius-Schule" zu geben. Die Namensgebung sollte mit der Schulhauseinweihung am 19.12.1969 erfolgen. Am 24. Februar 1970 erteilte die Regierung von Niederbayern die Genehmigung. Der Name lautete nunmehr "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach". Diese amtliche Bezeichnung hielt aber nicht lange. Im Volksmund wurde sie wegen der Lage häufig "Waldschule" bezeichnet. Sie gab somit auch der anliegenden Siedlung ihren Namen. Bei der Neugliederung der Volksschulen wurde verfügt: Es werden aufgelöst ... 2. die Volksschule Aldersbach (Grund- und Hauptschule) ... Somit war der Name des bedeutendsten Abtes amtlich vergessen, da bestimmt wurde: Es werden errichtet 1. eine Volksschule Aldersbach (Grundschule). Sitz der Schule ist die Gemeinde Aldersbach. Die Schule erhält die Bezeichnung "Volksschule Aldersbach (Grundschule)". (Schreiben der Regierung vom 15.6.1971 und des Schulamtes vom 6.10.1971). Auf Initiative des damaligen Schulleiters Rektors Otto Punk stellte am 19. Oktober 1979 die Gemeinde Aldersbach bei der Regierung wieder den Antrag, der Schule den Namen "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach (Grundschule)" zu verleihen. Begründet wurde der Antrag wie 1969 und vor allem auch damit, dass die Schule schon einmal den Namen führte. Mit einer Rechtsverordnung vom 21.12.1979 erhielt die Schule den Namen: "Wolfgang-Marius-Volksschule Aldersbach (Grundschule)". Diese Rechtsverordnung trat zum 1.1.1980 in Kraft. Damit konnte auch der Name der Schule beim Eingang angebracht werden.

Der 33. Abt des Klosters Wolfgang Marius wurde am 18. Oktober 1469 in Oberdorfbach als Sohn eines Flickschusters geboren. In der Taufe erhielt er den Namen Lukas. Sein Familienname lautete ursprünglich Mayer (Mayr oder Mair). 1490 trat er als Novize in das Kloster Aldersbach ein. Am 22. Oktober 1497 empfing er in Passau die Priesterweihe. Zunächst wirkte er in Aldersbach als Pfarrvikar und als Privatsekretär und Hauskaplan seines Abtes Simon. Er kam anschließend als Prediger nach Kößlarn und 1504 als Pfarrvikar nach Rotthalmünster. Am 02. Juni 1514 wurde Wolfgang Marius zum Abt des verschuldeten Klosters gewählt. Innerhalb von drei Jahren konnte er die Schulden tilgen und die vernachlässigten Gebäude wieder instand setzen. Er baute das Krankenhaus (ehem. Duschl), Dormitorium, Mühle und Stallungen  neu.In der schwierigen Zeit der Reformation konnte er sein Kloster geistig erneuern. Größer ist aber seine Bedeutung als Dichter und Schriftsteller. Zum Teil in Latein und Versform schreibt er über die Landshuter Erbfolgekriege und eine umfangreiche Klostergeschichte. Er überarbeitet und ergänzt die Passauer Bischofschronik. Auch eine Erklärung der Regel des hl. Benedikt stammt aus seiner Feder. Mit vielen Humanisten der Zeit stand er in Verbindung. Am 11. Oktober 1544 starb Wolfgang Marius.
Ein Zehnzeiler des Abtes Wolfgang zur Gründung der Kirche von Aldersbach:

Unsere Kirche erhob zur Größe bald nach dem Anfang
Otto der edle, von Bamberg wars der heilige Bischof.
Dann wiewohl nur dürftig mit Gut und Rechten versehen,
Gab der Gründer dem Propst Askuinus mit Namen die Siedlung
Und zu den Himmlischen zog im nämlichen Jahr der Heil'ge.
Kurze Zeit nur hielten dann noch das Kloster die Chorherrn.
Rat hieß sie zieh'n und bald, nachdem sie den Tempel verlassen,
Kam Sankt Bernhards Chor, berühmt im Kreise der Länder,
Der vor kurzem gegründet zum Gang durch die Welt sich erhoben
Und der Tugenden Strahl weit über die Lande  verstreute.

(P. Marian Gloning O.Cist. "Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige" 1912 Anton Pustet Salzburg)
Seine "Annales",  "Jahrbücher oder Chronik des Hauses (Kloster) Aldersbach herausgegeben von Bruder Wolfgang Abt" wurden 1996 in der Festschrift zur 850. Wiederkehr des Gründungstages des Zisterzienserklosters Aldersbach am 02. Juli 1996 erstmals deutsch veröffentlicht in der Übersetzung von Hubert Kalhammer und Alois Kapsner.

 

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